Was genau fördert die KfW bei Solaranlagen?

Die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, ist bekannt dafür, besonders zinsgünstige Darlehen für bestimmte bauliche Maßnahmen, aber auch bei Existenzgründungen oder Investitionen von Unternehmen auszugeben. Insbesondere Solaranlagen werden hier im Programm „Solarstrom erzeugen“ mit zinsgünstigen Krediten gefördert.

Wer wird gefördert?
Dabei können sowohl Privatpersonen, als auch Unternehmen oder freiberuflich Tätige die Kredite für Solarstrom beantragen. Die Darlehen können bis zu maximal 50.000 Euro ausgegeben werden, je Wohnung bzw. Haus. Da gerade die Solaranlagen für Einfamilienhäuser diesen Wert meist nicht erreichen, ist hier also eine Vollfinanzierung möglich. Oft werden bis zu zwei tilgungsfreie Jahre gewährt, der Zinssatz wird bis zu zehn Jahren festgeschrieben. Auch Landwirte können von diesen Darlehen profitieren und sie entsprechend zur Finanzierung von Solaranlagen einsetzen.

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Förderung großer Solaranlagen
Sollte die geplante Solaranlage größer und teurer ausfallen, so können ebenfalls das ERP-Umwelt-und-Energiesparprogramm oder das KfW-Umweltprogramm in Anspruch genommen werden, die einen weiteren Teil der Kosten für die Solaranlage zinsgünstig finanzieren können. In diesen Programmen werden sämtliche Maßnahmen, die der Energieeinsparung dienen, gefördert. Beim „Solarstrom erzeugen“ Programm hingegen kann nur die reine Solarstromanlage finanziert werden. Andere Maßnahmen werden hierüber nicht begünstigt.

Antrag von Krediten vor Baubeginn
Bei der Beantragung eines KfW-Kredits muss man beachten, dass dieser vor der Bestellung oder dem Kauf der Solaranlage gestellt wird. Die Beantragung erfolgt über die Hausbank, die auch als durchleitende Bank bezeichnet werden kann. Eine nachträgliche Antragstellung schließt die Kreditvergabe über die KfW regelmäßig aus. Erst wenn die KfW ihre Einwilligung zur Gewährung des Darlehens gegeben hat, kann die Solaranlage tatsächlich gekauft werden.

Ergänzung zur Baufinanzierung?
Wer nicht das vorhandene Haus mit einer Solaranlage ausstatten möchte, sondern einen Neubau plant, kann sich hier für die Energiesparhäuser entscheiden, die ebenfalls als KfW 40 oder KfW 60 Haus bezeichnet werden, und von dieser finanziert werden können. Hier liegen die Zinsen ebenfalls recht niedrig, sodass ein KfW Darlehen eine sinnvolle und kostengünstige Ergänzung der eigentlichen Baufinanzierung darstellen kann. Man sollte sich genau informieren und danach durchrechnen, wie hoch die Ersparnisse durch ein KfW-Darlehen sind.

Weiterführende Artikel:
Das ERP - Umwelt- und Energiesparprogramm
Das KfW-Umweltprogramm
Das KfW-Co2-Gebäudesanierungsprogramm
Die KfW-Förderung für ökologisches Bauen