Wie viel Dachfläche braucht man für Photovoltaik?

Die Photovoltaik-Anlagen haben sich auch hierzulande in den letzten Jahren immer weiter durchsetzen können. Dabei finden sie sich zunehmend auch auf Dächern von Einfamilienhäusern.

Stromausbeute bei typischer Dachfläche
Die typische Dachfläche der deutschen Einfamilienhäuser beträgt etwa 30 bis 50 Quadratmeter. Dabei benötigt man rund 10 Quadratmeter, um eine Leistung von einem Kilowatt zu erreichen, wobei mehrere Solarmodule benötigt werden, die mit einander verschaltet sind. Grundsätzlich kann man also, sofern keine Verschattungen oder Dachaufbauten vorliegen von einer Photovoltaik-Anlage etwa drei bis fünf Kilowatt Leistung erwarten. Dies wiederum entspricht rund 2.500 bis 5.000 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Bedarf einer Durchschnittsfamilie
Mit dieser Strommenge kann man eine durchschnittliche Familie, mit drei bis vier Personen für ein Jahr mit Strom versorgen. Somit lohnt sich also die Installation einer Photovoltaik-Anlage durchaus. Bedenkt man, dass die Einspeisevergütung je Kilowattstunde deren Einkaufspreis übersteigt, können ier sogar noch Gewinne erzielt werden. Diese wiederum lassen sich dazu einsetzen, die Photovoltaik-Anlage zu finanzieren, so dass die Investitionskosten sich binnen weniger Jahre amortisieren werden.

Bauliche Voraussetzungen
Bei der Entscheidung für eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach, sollte man natürlich auch ein geeignetes Dach vorweisen können. Idealerweise zeigt dieses in Richtung Süden und wird weder von Bäumen, noch von benachbarten Gebäuden entsprechend verschattet. Das heißt, nur wenn diese optimalen Voraussetzungen erfüllt werden, kann man auch davon ausgehen, die höchstmögliche Leistung aus der eigenen Photovoltaik-Anlage heraus zu holen.

Gemeinschaftsanlage als Alternative
Sollte das eigene Dach nicht geeignet sein, besteht die Möglichkeit in eine Gemeinschaftsanlage zu investieren, wobei man die Photovoltaik-Anlage als Renditeobjekt nutzt. In diesen Fällen kann man das eigene Dach beispielsweise für eine thermische Anlage nutzen, die zumindest einen Teil des Heiz- und Warmwasserbedarfs abdecken kann. Mitunter kann diese Kombination sogar günstiger sein, weshalb man hier genau durchrechnen sollte.

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